Samstag, 3. November 2007

Unsere Ferien in Lappajärvi

Die vergangene Woche war sehr arbeitsreich, weshalb ich es auch schlicht und einfach nicht geschafft habe, mal wieder was zu schreiben...

Nachdem Mikael schon am Mittwoch mit Teemus Mutter Elisa nach Lappajärvi gefahren war, sind Teemu, Inga und Annika am Freitag Abend nach Jyväskylä aufgebrochen und dort über Nacht in der Wohnung von Teemus Bruder geblieben. Da die Wohnung so klein ist, bin ich also erst am Samstag Morgen mit dem Zug hinterhergefahren und wurde nach einer laaaangen Zugfahrt (3 ½ Stunden) von meiner Familie am Bahnhof von Jyväskyla wieder eingesammelt.

Dann sind wir noch kurz zum Kirputorri-Kauppa, einer Art riesigen Second-Hand-Shop, gefahren, wo ich drei CDs für jeweils €1,50 gekauft habe. Anschließend haben wir uns direkt auf den Weg nach Lappajärvi gemacht, wobei ich, sobald wir außerhalb von Jyväskylä waren, das Steuer übernommen habe. Von da aus bin ich dann eigentlich durchgefahren bis nach Lappajärvi und wir waren alle froh, nach 3 ½ Stunden endlich anzukommen.

Wir haben die Woche nicht wie ich erwartet hatte im Ferienhaus verbracht, sondern im Haus von Teemus Eltern, das nur 800 Meter vom Mökki entfernt ist. Letzteres ist einfach zu klein für so viele Leute. Aber wir sind mehrmals zum saunen dorthin gegangen. Ich habe die Woche hauptsächlich lesend und auf Kinder aufpassend zugebracht und außerdem ein paar schöne herbstliche Fotos geschossen. Von Finnland sieht man eigentlich immer nur schöne Bilder mit ganz viel Sonne oder halt ganz viel Schnee. Ich wollte euch auch mal die herbstliche, nasskalte, graue Seite zeigen und die Fotos könnt ihr bald online finden.

Am Dienstag bin ich mit meiner Familie nach Kalajoki gefahren, da ich mal sehen wollte, was Opa im Sommer alles gebaut und verändert hat, und außerdem wollte ich meiner Gastfamilie unser wunderschönes Ferienhäuschen und die Umgebung zeigen. Die Fahrt hat fast drei Stunden gedauert und dann hatten wir natürlich alle Hunger. Wir sind zur Pizzeria Mamma Leone gefahren und haben herrlich leckere Pizzen bekommen.
In Meritölli (das ist der Name von unserem Ferienhaus) war es ganz schön kalt und wir haben erstmal die Heizung angedreht und ein Feuer im Kamin angemacht. Da Opa mir vorher alles genau erklärt hat, gab es auch keine Probleme. Opa hat im Sommer wirklich sehr viel gearbeitet. Der Toilettenanbau (wir bekommen demnächst fließend Wasser!) ist fast fertig und vorm Holzschuppen gibt es eine neue Holzstufe.
Wir waren auch noch zusammen bei der Brücke und sie waren ganz beigeistert von dem wunderschönen vielen Sand, den es bei den Hiekkasaari-Dünen gibt. Gegen 17 Uhr haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, da wir leider nicht genug Zeit hatten, über Nacht zu bleiben...
Dafür bin ich dann aber am nächsten Tag nochmal alleine auf eine lange Fahrt gegangen und habe Soile und Hannu in Nivala besucht. Dort wurde ich ganz dolle verwöhnt und habe endlos mit Soile gequatscht. Gegen Abend kam auch mein Cousin Mikko, den ich seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Soile ist mit mir dann auch noch spontan zu anderen Verwandten gefahren, die in Nivala wohnen. Da es dann schon so spät wurde habe ich in Absprache mit meiner Gastfamilie Soiles Angebot angenommen, bei ihnen zu übernachten und erst am nächsten Tag früh morgens zurück nach Lappajärvi zu fahren. Nachdem Soile und Hannu ins Bett gegangen waren, war ich noch gar nicht müde und habe mit Mikko bis 2 Uhr morgens gequatscht und ihn wieder kennen gelernt :) Dementsprechend müde war ich dann am nächsten morgen, als ich um halb 7 wieder aufstehen musste, aber ich habe die 2 Stunden Autofahrt zurück wunderbar gemeistert.
Soile hat auch eine super Zugverbindung für mich gefunden, sodass ich den Besuch durchaus mal wiederholen werde, wenn ich das nötige Geld (immerhin 90€) zusammenkratzen kann.

Gegen Mittag sind Teemu und Inga zusammen mit Annika abgereist. Am Samstag war nämlich ein Familiengeburtstag in Nokia und sie wollten noch einige Sachen aus Mäntyharju holen. Mikael und ich sind bei Teemus Eltern geblieben. Da die aber keine Ferien mehr hatten, musste ich dann ganz viel mit Mikael spielen und auf ihn aufpassen, was manchmal etwas schwierig war, ohne die gewohnten Spielzeuge von zuhause.

Am Samstag sind wir dann nach Nokia gefahren. Der Geburtstag war soweit ganz nett, aber für mich nicht weiter weltbewegend... Zurück nach Mäntyharju hat es drei Stunden im Auto gedauert, in denen ich vor allem Musik auf meinem MP3-Player gehört habe. Nach so viel hin-und hergereise war ich dann froh, wieder zurück zu sein.

Den Sonntag haben wir recht gemütlich mit auspacken und ausruhen verbracht.

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